Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzplan

  • Kosten planen
  • Umsätze kalkulieren
  • Wirtschaftlichkeit erkennen
Finanzplan erstellen mit Tool

Schritt 1: Umsätze erfassen

Im Finanzplan-Tool kannst du beliebig viele verschiedene Umsatzposten für deine Gewinn- und Verlustrechnung anlegen. Um mit der Umsatzplanung zu starten, legst du einen Posten an und wählst die für ihn passende Berechnungsmethode aus. 

Details pro Umsatzposten

Hast du dich für eine Berechnungsmethode entschieden, trägst du - je nach Modell - nun folgende Details ein, wie etwa:

  • Zeitpunkt des Zahlungseingangs
  • Skonti, Rabatte
  • Höhe der Zahlungsausfälle
  • Kapazität
  • Durchschnittlicher Umsatz pro Kunde

Umsatzentwicklung festhalten

Im Anschluss beginnst du für deine Gewinn- und Verlustrechnung mit einer detaillierten Umsatzplanung – zuerst tage-, dann monats- und jahresweise. Plane, wie viel Umsatz du erzielen wirst. Vergiss nicht, Anlaufschwierigkeiten zu berücksichtigen.

Wiederhole nun alle Schritte für jeden einzelnen Umsatzposten. Im Anschluss hast du eine vollständige Umsatzplanung erstellt und damit den 1. Teil deiner GuV gemeistert.

Schritt 2: Kosten erfassen

Deiner Kostenplanung sind im Unternehmerheld Tool vier Schritte gewidmet:

  • Direkte Kosten
  • Personalkosten
  • Marketingaufwand sowie
  • Gründungs- und Betriebskosten

Diese legst du auch einfach über die Eingabemaske an; die Kosten werden wie die Umsätze zunächst pro Posten angelegt und deren Entwicklung zunächst über Wochen, dann über Monate und die Folgejahre hinweg betrachtet.

 

Mit meinem Finanzplan-Tool erstellst du die GuV für deine Geschäftsidee ganz einfach selbst.
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Was ist eine Gewinn- und Verlustrechnung und was sagt sie aus?

Als Gewinn- und Verlustrechnung wird die Erfassung von Umsätzen und Kosten im Finanzplan bezeichnet. Dies dient dem besseren Überblick über die geplante Tätigkeit und deren Wirtschaftlichkeit. Hier werden alle Ausgaben (fixe und variable Kosten) und Einnahmen aufgelistet, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben werden. Dabei ist es wichtig, so realistisch wie möglich zu schätzen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Darüber hinaus ist die intensive Beschäftigung mit Plan-Kosten und -Einnahmen Voraussetzung, um später eine Finanzierung zu erhalten, denn potenzielle Geldgeber müssen am Finanzplan erkennen können, mit welchen Umsätzen gerechnet werden kann und wie sich diese in Relation zu den Kosten verhalten.

 

Für wen ist eine Gewinn- und Verlustrechnung wichtig?

Eine GuV ist in erster Linie für den Gründer selbst wichtig, denn schließlich will man ja wissen, ob das Geschäftsmodell auch wirklich lohnenswert ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist aber auch für Geldgeber spannend, denn ob das Unternehmen die gewünschte Finanzierung erhält oder nicht, ist auch abhängig vom Risiko, das die Idee mit sich bringt. 

 

Warum sollte ich die GuV für mehrere Jahre erstellen?

Der perfekte Start gelingt vermutlich den wenigsten Unternehmen. Generell sollte man unbedingt damit rechnen, dass das neue Business eine Anlaufzeit benötigt, i. d. R. ca. ein Jahr. Dies kann aber je nach Branche und Geschäftsmodell variieren. Deshalb sollte die Plan-GuV sich aber über mehrere Jahre erstrecken, im Idealfall auf drei bis fünf Jahre – je nachdem, wie hoch das Risiko der Unternehmung ist. So kann man auf einen Blick erkennen, ob sich der Umsatz über die Zeit positiv entwickelt oder ob nochmal am Geschäftsmodell geschraubt werden muss.

 

Worauf achten Geldgeber bei der GuV?

Ist geplant, eine Finanzierung in Anspruch zu nehmen, sollte man einige Fragen stets im Hinterkopf haben, die sich Geldgeber stellen werden, wenn sie den Businessplan betrachten:

 

Welche Kosten gehören zur Gewinn- und Verlustrechnung?

Direkte Kosten

In diesem Abschnitt werden alle umsatzabhängigen Kosten erfasst. Dafür werden die Berechnungsmethoden aus der Umsatzplanung berücksichtigt, also ob der Umsatz sich aus der Anzahl der Kunden ergibt, aus der Arbeitszeit etc. Dementsprechend werden hier nun die direkten Kosten pro Kunde, pro verkaufter Ware oder pro Auftrag erfasst sowie der Zeitpunkt des Zahlungsausgangs, der Einkaufspreis und wie die Lagerführung aussieht. Im nächsten Schritt werden die Entwicklung der direkten Kosten sowie Veränderungen im Warenlager betrachtet. 

Gründungs- und Betriebskosten

Nun werden die einmalig anfallenden Gründungskosten sowie die laufenden Kosten für den Betrieb erfasst. Um die Gründungskosten anzulegen, haben wir eine Liste mit Vorschlägen für Kostenpunkte (z. B. Anwalts- und Notarkosten und Anmeldungskosten) vorbereitet, die einfach ausgefüllt, ergänzt oder reduziert werden können. 

Auch bei den Betriebskosten können beliebig viele Kostenpunkte angelegt und den voreingestellten Kategorien zugeordnet werden, z. B.:

Auch hier wird wieder der Umsatzsteuersatz, der Beginn der Kostenverpflichtung, deren Höhe sowie das Zahlungsintervall eingetragen.

Personalkosten

In diesem Schritt werden nun alle anfallenden Kosten für Mitarbeiter erfasst. Hierzu werden folgende Informationen zu jedem einzelnen Mitarbeiter eingetragen:

Im nächsten Schritt können etwaige Gehaltserhöhungen und Sonderzahlungen (13. Gehalt, Weihnachtsgeld) erfasst werden.

Marketingaufwand

Zur Erfassung der Marketingkosten kann zwischen einer allgemeinen oder produktbezogenen Marketingmaßnahme gewählt werden. Im nächsten Schritt werden dann folgende Aspekte eingetragen:

Nachfolgend werden die Ausgaben für diese Marketingmaßnahme wieder auf den Monat bzw. das Jahr gerechnet, wobei man direkt sehen kann, wie viel Prozent des Umsatzes diese Kosten ausmachen.

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